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Der Stüppershof

Wie alles begann

1987 stand der damals stark baufällige Stüppershof zum Verkauf. Der Erwerb der Hofanlage, an dem selbst das aufgemalte Fachwerk des Haupthauses noch eine tragende Funktion zu erfüllen schien, entbehrte jedwedem rationellen Verstand. Viele hielten Anette und Peter Hetfeld für verrückt, doch einige unterstützten ihr Vorhaben. Stück für Stück ging es daran, Gebrauchsspuren der Jahrhunderte zu beseitigen und das Gebäude in seiner Gesamtheit wiederherzustellen. Überflutet von Vorschlägen und praktischen Tipps, die eigentlich alles zu berücksichtigen schienen, außer das Gebäude selbst und die Menschen, die darin leben wollten, begann die Suche nach aufeinander abgestimmten geeigneten Baustoffen.

Umwege führten zu Erfahrung

Das Ehepaar fühlte sich der meistvertretenden Meinung vermeintlicher Fachleute ausgeliefert. Das Non plus Ultra schien das Aufbereiten von Bausubstanz mit einem chemischen Cocktail. Eigene Vorstellungen wurden mit Zauberworten wie „Wärmeschutzverordnung“, „zu teuer“, „hält nicht“ niedergebügelt.

Immer noch bezahlen die Hauseigentümer mit Bauschäden dafür, dass sie sich anfänglich dem „allzu Üblichen“ beugten. Doch Peter Hetfelds Bauchgefühl – oder einfach nur sein gesunder Menschverstand – ließen ihn die gängige Praxis hinterfragen und die Zweifel wuchsen. Angetrieben von der natürlichen Logik und der sich offenbarten Leistungsfähigkeit traditioneller, althergebrachter Produkte und deren bewährten Konstruktionen, vertiefte er die Suche über den kunststoffgläubigen Bereich hinaus und wurde fündig. Seit über 20 Jahren stellt er seine Erfahrungen und sein Wissen mit dem Naturbauhaus Hetfeld auch anderen (Zweiflern?) auf der wunderschönen Hofanlage Stüppershof zur Verfügung.

Aus Geschichtsbüchern und Urkunden

Erste urkundliche Erwähnung als Mutzken oder Smusken Gut 1420
Hinse Piper u. Frau am

Mutkens gude to Delwick behandet

1484
1492 Entdeckung Amerikas
1517 Anschlag von Luthers Thesen in Wittenberg
Frau Tryne behandet an Mutzkens Gut thu Delwich 1589/90
1618 bis 1648 Dreißigjähriger Krieg
Gerhard Stüppers als Eigentümer des Hofes – vor dem Hardenberger Gericht 1665
1702 Die Herrschaft Hardenberg muss 500 Mann zur Verteidigung von Düsseldorf stellen
Wilhelm Stüppert (Enkel des Gerhard) ist im Besitz des Hofes 1730
Inventarisation – Festst. des Zustands der Gebäude und der Lasten 1739
Der Hof geht auf Friedrich Peter Stüppert über 1777
1806 Sieg Napoleons über die Preußen bei Jena und Auerstedt
Erwerb des Hofes durch Johann Wilhelm Wallmichrath 1809
Wilhelm Lucas Wallmichrath übernimmt den Hof seines Vaters 1830
Drei seiner Kinder bewirtschaften den Hof gemeinsam
Heinrich – der letzte der Geschwister stirbt, seine Witwe Emilie geb. Schwardtmann erbt den Hof, er wird verpachtet an ihren Bruder 1911
1914/18 Erster Weltkrieg
1939/45 Zweiter Weltkrieg
Gegen eine monatl., lebenslange Rente an die Witwe Wallmichrath erwirbt Glittenberg die Eigentumsrechte am Stüppershof
1969 Mondlandung
im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen geht der Hof an die Eheleute Espey über 1972
Erwerb der Gebäude und Hoffläche durch Fam. Hetfeld – Denkmal 1988
1989/90 Mauerfall / Deutsche Einheit
Eine tlw. gewerbliche Nutzung erfolgt durch die Gründung des Handelsunternehmens naturhaus Hetfeld 1994
Die noch bestehenden Gebäude des Wittenhofes kommen dazu 1997
Erwerb der ehemaligen Gartenflächen des Stüppershofes durch Flächentausch Pflanzung der 7 Linden 2005