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Referenzobjekte

Schürmannhof, Essen

Für den Stadtteil Bergerhausen hat die Rettung des vom Verfall bedrohten Bauerngehöftes Schürmann einen besonders hohen Stellenwert.

Als die Gebäude von der Stadt zum Verkauf angeboten wurden, gründeten sich schnell Bürgerinitiativen, die das Interesse der Bevölkerung am Erhalt des Hofes bekundeten.

Aus der Privatinitiative des Bauherrn Dieter Ochel – mit einem Herz für schöne Fachwerkhäuser und der Vision einer Lebensgemeinschaft von Menschen mit Tieren entstanden die Pläne der neuen Nutzung.

In den denkmalgeschützten Gebäuden sind 14 Wohneinheiten von 23 m² bis 54 m² Wohnfläche, zuzüglich Gemeinschaftsfläche.

Das schwierige Thema der nachträglichen, barrierefreien Erschließung in Kombination mit den Aufgaben der Erhaltung und Restaurierung und Erneuerung eines Baudenkmals sind wunderbar gelöst worden.

www.schuermannhof.de

Restaurant „Hirsch“, Velbert-Langenberg

In Langenberg haben alle alten Häuser einen Namen, so auch das „Haus im Hirsch“, das 1725 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Aus dem Wohnhaus wurde später das Gasthaus „Zum Hirsch“, in dem von 1845-46 das Baubüro der Prinz-Wilhelm-Eisenbahn untergebracht war. Die ursprünglich von Pferden gezogene Kohlenbahn wurde seinerzeit zu einer dampfbetriebenen Eisenbahnstrecke ausgebaut, die von Essen-Kupferdreh über Langenberg nach Wuppertal führt. Später pflegte der „tolle Bomberg“ auf seiner Eisenbahnfahrt vom Münsterland nach Köln im HIRSCH einzukehren.

Das Haus im Hirsch wurde mehrfach umgebaut, so z.B. um 1900, als der Giebel, der in die Hauptstraße hineinragte, im Zuge des Straßenbahnbaus um drei Meter zurückgebaut werden musste. Nach 1945 beherbergte das Haus verschiedene Ladenlokale.

Im Jahr 2011 erwarb Gerd Rocholz das denkmalgeschützte Haus mit dem Ziel, den „HIRSCH“ wie in alten Zeiten als Gaststätte wieder zu neuem Leben zu erwecken. Im Inneren wurde das Haus kernsaniert und nach dem neuesten Stand der Technik modernisiert. Äußerlich wurde das Haus nach alten Zeichnungen restauriert und nahezu originalgetreu in seinen Urzustand versetzt. Die wenigen noch vorhandenen historischen Elemente wie der Barockeingang mit den Initialen von Arnold Diergardt (erster bekannter Eigentümer des Hauses) oder der historische Erker mit alten Trinksprüchen wurden liebevoll restauriert. Sehenswert ist auch der alte Gewölbekeller, der die Toiletten beherbergt. Er wurde aufwendig in den Originalzustand zurückgeführt.
Highlights im Keller sind der 500-Jahre alte Brunnen sowie ein Blick in den Weinkeller, in dem auch Weinverkostungen stattfinden.        www.hirsch-langenberg.de

Gut Manhagen, Langwedel

Das Gut Manhagen liegt mit eigenem See, Wäldern, Feldern und einem denkmalgeschützten Gebäudebestand aus dem 19. Jahrhundert im Herzen Holsteins. Es ist in den Augen Holsteiner Naturschützer ein „Kleinod“ und zählt für sie zu den fünf schönsten Orten in ganz Schleswig-Holstein. Sechs denkmalgeschützte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mit insgesamt mehr als 1.500qm Wohn- und Nutzfläche mussten umfassend saniert werden.
Unsere Baubegleitung des Gutes Manhagen begann zögerlich: Das erste Gebäude, das renoviert wurde, war das Landhaus. Obschon wir ein paar Ratschläge in puncto Material gegeben hatten, hielten wir uns aus allem Weiteren – nicht zuletzt auf Grund der Entfernung – heraus. Nun verhielt es sich aber so, dass am Ende viele Beteiligte nicht wirklich
glücklich waren. Es folgte die Renovierung des Fischerhauses, und auf Grund von Erfahrungen mit dem Bauprojekt Landhaus wurden wir gebeten, hier
mit unserer Baubegleitung dabei zu sein. Es ging um ein minimalinvasives Vorgehen, Konstruktionsplanungen im Blick auf den konsequenten Einsatz natürlicher Baustoffe wie Lehm, Kalk und Holz und die Verwendung einer
Wandheizung, um in den Räumen ein angenehmes Wohnklima zu schaffen. Wir leiteten in diesem Bereich noch unerfahrene Handwerker an, stimmten Abläufe aufeinander ab, förderten die Kommunikation der Gewerke untereinander
und achteten auf die gewissenhafte Umsetzung aller geplanten Maßnahmen.

Das Ergebnis zauberte allen ein Lächeln ins Gesicht und die Frage in den Kopf: »Warum haben wir das nicht gleich so gemacht?« Auf Grund des Ablaufs bei der Renovierung des Fischerhauses und der Freude über das Ergebnis haben wir auch die Baubegleitung für die Renovierung des Pächterhauses übernommen.
Wenn Sie mehr über die Ferienwohnungen und das einzigartige landwirtschaftliche Projekt wissen möchten, schauen Sie vorbei auf                   www.gut-manhagen.de

Projekt Gärtnerhaus

Das denkmalgeschützte Gärtnerhaus des „Haus Höhe“ im Briller Viertel in Wuppertal, wurde 1924 erbaut und erlitt seither mehrere Umbauphasen — die katastrophalste in den 70ger Jahren — Wände wurden neu eingezogen, Materialien verwendet, die nicht kompatibel mit dem Untergrund waren und so nahm das Unglück seinen Lauf. Als nun der letzte Mieter seinen Rückzug aus dem Haus ankündigte, bedurfte es einer grundlegenden Sanierung.
Im Haus war es an so vielen Stellen feucht, der Putz bröckelte ab und es zog an allen Ecken und Enden, dass das vernichtende Urteil eines Sachverständigen lautete: Ausschachten, Horizontalsperre einspritzen, alles mit Bitumen und Polystyrol abdichten, Dachstuhl abreißen und neu errichten. Unsere Meinung war eine andere: Alle nicht kompatiblen Materialien entfernen, das Problem der feuchten Mauern richtig einschätzen und entsprechend der Bedürfnisse durch den intelligenten Einsatz historisch bewährter Baustoffe lösen. Zwei grundverschiedene Konzepte standen sich gegenüber und es lag in der Hand des Investors, sich für die eine, oder die andere Variante zu entscheiden.
Der Investor entschied sich für Hetfeld aus drei Gründen: Der hetfeld‘sche Sanierungsplan war minimalinvasiv, es war ein wesentlich behaglicherer Lebensraum zu erwarten und die obere Denkmalbehörde nickte das Sanierungskonzept als vorbildlich ab und versicherte dem Investor mit Hetfeld auf der richtigen Seite zu sein.

Wenn Pläne auf die Realität treffen, ist das immer so eine Sache: Und natürlich lief auch am Gärtnerhäuschen nicht alles, wie geplant. Es fand sich eine Treppe, wo niemand eine vermutet hatte, es gab Türen, die vorher keine waren und wieder geschlossen werden mussten, es fand sich plötzlich ein Ausgang zur Terrasse, der einfach zugemauert worden war … und so folgte ein Problemchen dem Nächsten. Was den Investor ab und an ins Schwitzen und die neuen Mieter, die nahezu jeden Tag auf der Baustelle arbeiteten, an den Rand der Verzweiflung brachte, dirigierte Hetfeld besonnen und ruhig. Flexibel passte er, nicht nur einmal, die Planung der Realität an, verlor das Budget nie aus den Augen, beruhigte alle Beteiligten, sandte die passenden Handwerker, löste Anlieferungsprobleme und stand stets beratend zur Seite. Trotz hunderter Kleinigkeiten und manchmal auch sehr massiver Probleme, wurde das Bauvorhaben in einem angemessenen Zeitrahmen, ohne den Kostenrahmen zu sprengen, fertiggestellt.

Das Ergebnis kann sich sehen und bewohnen lassen. Das vorher unbehagliche Klima des Hauses, geprägt durch Kälte und Feuchtigkeit, ist Vergangenheit: Es gibt keine feuchten Wände mehr, der Holzvergaser-Ofen sorgt für heißes Wasser zum Duschen und Baden und speist dazu noch das Wandheizungssystem. Die Schlafräume unter dem Dach sind ebenfalls wohltemperiert durch die Dämmung mit Weichholzfaserplatten, einer Holzverkleidung, Wandheizung und einem Schurwollteppich, der sich angenehm auf das Raumklima auswirkt.
Das Hetfeld-Prinzip hat voll gegriffen: Das Ergebnis ist weit besser, als sich alle Beteiligten noch zu Baubeginn hatten vorstellen können und das Bauwerk konnte endlich wieder seinen Frieden mit der Umwelt finden.

(Ein Bauherrenbericht)